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Als Folge der weltweiten Finanzkrise hat die Nachfrage nach sicheren Kapitalanlagen deutlich zugenommen. Sowohl Tagesgeldkonten als auch Staatsanleihen gelten als so genannte konservative Geldanlagen für risikoscheue Anleger. Im Gegensatz zum Tagesgeld besteht bei der Staatsanleihe jedoch potentiell das Risiko des Totalverlusts. Bei Staatsanleihen handelt es sich um Schuldverschreibungen mit unterschiedlichen Laufzeiten, die von staatlichen Körperschaften ausgegeben werden. Die Gelder werden zur Finanzierung staatlicher Aufgaben verwendet. Die Verzinsung der Staatsanleihen ist in erster Linie abhängig von der Kreditwürdigkeit des ausgebenden Staates.

Bonitätsrating

Staatsanleihe: Ratingagenturen vergeben Bonitäts-Bewertung

Die Bonität wird regelmäßig von so genannten Rating-Agenturen geprüft. Diese vergeben je nach Kreditwürdigkeit verschiedenen Ratings. Während „Triple A“ (AAA) für die höchstmögliche Bonität steht, sind Staaten mit einem B-Rating nur noch eingeschränkt kreditwürdig. In der Praxis werden Staatsanleihen mit AAA-Rating deutlich schlechter verzinst, als Anleihen von Staaten mit B-Rating. Je geringer die Kreditwürdigkeit, umso höher die mögliche Verzinsung. Ein riskantes Spiel, dass für den Anleger mit einem bösen Erwachen enden kann, sind doch in der Eurozone bereits einige Länder am Rande des Staatsbankrotts.

Das Tagesgeld erweist sich hier als sichere Alternative mit ähnlich attraktiver Verzinsung. Im Gegensatz zur Staatsanleihe ist die Spareinlage auf dem Tagesgeldkonto zu 100% sicher. Bereits die gesetzliche Einlagensicherung haftet in Deutschland für Spareinlagen bis zu einer Höhe von 50.000 Euro. Weitere Sicherheiten bieten die verschiedenen Einlagensicherungsfonds, in denen sich die einzelnen Banken organisiert haben. Geht eine der Banken bankrott, haften der gesamte Fonds mit Beträgen in Millionenhöhe für jede einzelne Spareinlage. Staatsanleihen werden an der Börse gehandelt und zu festen Laufzeiten ausgegeben. Wenn der Anleger vorzeitig aussteigen möchte, muss er versuchen seine Anleihe zum aktuellen Börsenwert zu verkaufen, was zu schweren Verlusten führen kann. Das Tagesgeldkonto bietet dagegen ein Maximum an Flexibilität. Es erlaubt den täglichen Zugriff auf die gesamte Spareinlage, Kündigungsfristen sind nicht zu beachten, feste Laufzeiten gibt es nicht. Das Tagesgeldkonto eignet sich hervorragend um kurzfristig kleinere Beträge gewinnbringend anzulegen. Die Einzahlung einer Mindestanlagesumme ist nicht erforderlich, die Verzinsung erfolgt bereits ab dem ersten Euro.

Tagesgeld 2010

Tagesgeld hat variable Zinssätze

Im Vergleich zum Tagesgeld, dessen Verzinsung variabel ist und täglich angepasst werden kann, ist der Zinssatz der Staatsanleihe über die gesamte Laufzeit festgelegt. Der Anleger kann mit einem festen Gewinn kalkulieren. Die Laufzeiten liegen häufig zwischen 5 und 10 Jahren. Ein langer Zeitraum, in dem man nicht mehr flexibel auf die Entwicklung an den Finanzmärkten reagieren kann, Während steigende Leitzinsen auch die Tagesgeldzinsen nach oben ziehen, bleibt die Staatsanleihe auf dem ein mal vereinbarten Zinsniveau. Je nach Zinsentwicklung, kann sich dies als vor- oder nachteilig erweisen.

Unterm Strich ist die vermeintlich sichere Staatsanleihe stets mit einem gewissen Risiko behaftet. Die Einschätzungen der Rating-Agenturen sind nicht unfehlbar. Für die höhere Renditechance muss der Anleger auf seine Flexibilität verzichten und sich mehrere Jahre fest binden. Das Tagesgeld weiß durch seine Flexibilität, Sicherheit und vergleichsweise hohe Verzinsung zu überzeugen und stellt für den normalen Sparer in den meisten Fällen die bessere Alternative dar.

Bildquelle: Pixelio

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